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Archive for April, 2010

Sealand – eine Mikronation in der Nordsee

Tuesday, April 20th, 2010

Heute schreibe ich über Sealand. Aber wer, was und wo ist Sealand?

Sealand ist eine sogenannte Mikronation und befindet sich ungefähr sechs Meilen vor der Küste Englands in der Nordsee. Sealand ist jedoch keine Insel sondern eine Plattform auf zwei riesigen Standbeinen aus Beton die wiederum auf einer Platte  im Meeresboden verankert sind.  Gebaut wurde sie im internationalen Gewässer – zu einer Zeit als sich die Hoheitsgewässer nur auf 3 Meilen erstreckten.

Es gibt noch einige mehr von diesen Bauten, sie wurden im zweiten Weltkrieg vor der Mündung der Themse gebaut, als Abwehr bei Angriffen aus der Luft und vom Wasser aus.

Flagge Sealands ©Can Stock Photo Inc. / megastocker

Flagge Sealands

In den ’60er Jahren waren diese verwaisten Festungen, auch Maunsell-Seefestungen genannt, sehr beliebt um Piratensender zu betreiben. Auch Paddy Roy Bates wollte seinen Sender Radio Essex auf solch einer Festung betreiben. Knock John Tower war jedoch nicht weit genug entfernt und der Sender wurde abgeschaltet.  Stattdessen eroberte und besetzte er Roughs Tower und ernannte sich und seine Frau zu Fürst Roy und Fürstin Joan von Sealand. Der Fürst verteidigte “sein Land” und gründete eine Regierung aus Freunden die mit ihm auf die Festung gekommen waren. Sie ernannten sich zu sealändischen Staatsbürgern und haben eigene Pässe, Währung und sogar Briefmarken.  Für Münzsammler sind sie auf Grund der Metalle aber durchaus etwas wert.

2006 brach ein Feuer aus und beschädigte Sealand erheblich. Eine britische Firma wurde beauftragt die Schäden zu reparieren und mit Spendengeldern konnte dies im selben Jahr realisiert werden. Die Firma blieb noch einiges länger auf Sealand wegen Modernisierungsmaßnahmen. Unter anderem wurde eine Windenergieanlage installiert für eine eigene Stromversorgung.

Ob Sealand tatsächlich als eigener Nationalstaat gilt ist seit Jahren umstritten, besonders bei der britischen Regierung.  Allerdings nahm bereits im Jahr 1975 ein anderes Land diplomatischen Kontakt zu Sealand auf – eine Tatsache die als Anerkennung der Existenz des Staates angesehen wird.

Diese Staat war… die Bundesrepublik Deutschland!

(Wie es dazu kam, sowie Bilder von Sealand finden Sie in Wikipedia).

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Was muss man beachten beim Fahren im Kreisverkehr in England?

Thursday, April 15th, 2010

Das wichtigste zu beachten wäre erst einmal links hinein zu fahren ;-)

Roundabout in the UK ©iStockphoto.com/sbainesDas nächste wäre – wer im Kreisverkehr ist hat Vorfahrt! Auch die Blinkregeln sind  anders als in Deutschland.  Möchte man gleich die erste Ausfahrt nehmen blinkt man beim hinein fahren links. Möchte man eine der nächsten Ausfahrten nehmen blinkt man beim einfahren gar nicht, erst nach Passieren der vorherigen Ausfahrt wird links geblinkt. Bei der letzten Ausfahrt blinkt man rechts beim einfahren und links nach der vorletzten Ausfahrt.

Die Kreisverkehre in England sind viel stärker vertreten als in Deutschland. Und vor allem in größerem Ausmaß. Es gibt nicht nur einen Kreisverkehr mit 4 Ausfahrten und einer Spur, sondern mit zwei Spuren. Eine Innenspur und eine Außenspur. Die Außenspur ist für die Menschen gedacht die gleich die erste Ausfahrt wieder abfahren möchten. In die Innenspur kann dann gleichzeitig jemand einfahren der zum Beispiel die nächste Ausfahrt möchte.  Bei den anderen Ausfahrten sind – je nach Situation – beide Spuren möglich.

Aber es geht noch komplizierter, denn öfter sind zwei Kreisverkehre hintereinander, es gelten dieselben Regeln und wichtig ist hier, jeder Kreisverkehr ist für sich. Ist man aus dem einen rausgefahren, fährt man ganz normal in den zweiten. Auch wenn sie sehr dicht aufeinander folgen.

The Magic Roundabout in Swindon ©iStockphoto.com/NickosDas Sahnehäubchen obendrauf ist der “Magic Roundabout”. Dieser befindet sich in der Stadt Swindon westlich von London. Das magische an ihm ist, dass um diesen einen noch fünf  Kreisverkehre verteilt sind. Man kann um die fünf herum fahren oder einen großen Bogen fahren. Im inneren Kreis wird sogar anders herum gefahren – also quasi wie in Deutschland!  Man nimmt eben den Touristenweg oder den Profiweg.

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The London Eye

Tuesday, April 13th, 2010

“The London Eye” ist eigentlich jedem ein Begriff, aber weiß jeder was genau dahinter steckt?

View from The London Eye (©iStockphoto.com/kokopopsdave)Dahinter verbirgt sich das Riesenrad in London und von diesem hat man einen weiten Blick über London – ca. 40 km -  und deswegen heißt es  “The London Eye”. Es ist sicherlich ein tolles Erlebnis eine Runde mit dem Riesenrad zu drehen und London von oben betrachten zu können. Eine Umdrehung dauert ca. eine halbe Stunde und man befindet sich in einer recht großen Gondel. In einer Gondel können bis zu 25 Personen mitfahren. Tickets gibt es direkt an der Kasse oder man kann sie direkt auf der Homepage buchen. Der Vorteil hierbei ist, dass es einen Rabatt gibt und es einen extra Eingang gibt, das heißt die Wartezeit verkürzt sich.

Es gibt unterschiedliche Angebote mit verschiedenen Preisen. Ein günstiges Vergnügen ist es jedoch nicht. Denn eine erwachsene Person (ab 16 J.)  bezahlt für einen sogenannten Standardflug 17,88 britische Pfund, bei online Buchung 14,30 britische Pfund (Stand: April 2010). Eine vierköpfige Familie darf für 49,28 bzw. 39,44 Pfund mit. Gruppen bekommen ab 15 Personen Rabatt. Nun gibt es noch einige andere Anlässe, zum Beispiel kann man in einer Gondel heiraten, das würde dann je nach dem welches Paket und an welchem Tag man bucht zwischen 2.700 und 3.900 Pfund kosten. Auch Geburtstagspartys für Erwachsene und Kinder kann man buchen. Sowie einige andere besondere Flüge wie unter anderem der Champagnerflug. Ich denke einmal kann man sich das schon leisten, aber ein Ausflug wie in den Zoo wird das wohl nicht werden.

Noch ein paar technische Details zum Riesenrad: es wurde im Oktober 1999 aufgerichtet, bis zum Betrieb dauerte es noch bis März 2000. Die Höhe beträgt 135 m  und es hat ca. 32 Glasgondeln. Die Laufzeit des Riesenrades war ursprünglich auf 5 Jahre begrenzt. Das wurde dann fallen gelassen denn der Erfolg war so groß. Heute beträgt die jährliche Besucherzahl nach eigenen Angaben ca. 3,5 Millionen Menschen und ist die beliebteste Attraktion.

Und wie kommt man hin? “The London Eye” befindet sich am South Bank. Mit der Underground fährt man bis Waterloo, dies ist der am nächsten gelegene Bahnhof. Direkt an “The London Eye” gibt es auch kostenpflichtige Parkplätze. Wichtig ist auch, dass man sich  in der Zone befindet, wo man die “Congestion Charge” bezahlen muss.

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