AllThingsBritish.net  
 

Archive for the ‘Ausflugsziele’ Category

Wo kann man in England Badeurlaub machen?

Thursday, July 29th, 2010

Eigentlich ein grotesker Gedanke, auf der Insel Badeurlaub zu machen, auf der es den Klischees nach, zu 80% regnet. Nach meinen Erfahrungen ist das nicht unbedingt so zutreffend. Vor allem im Süden gibt es im Sommer viele Sonnenstunden. Deshalb habe ich mich mit der Frage beschäftigt, wo man in England am besten Badeurlaub machen kann.

Entlang an der Küste Englands haben sich in den letzten 150 Jahren viele Orte zu Badeorten entwickelt. Anfang des 19. Jahrhunderts  fuhren nur die reichen Leute als Tagesausflug an den Strand um sich zu erholen, baden gegangen ist man jedoch noch nicht. In dieser Zeit war es auch noch nicht üblich, dass die einfacheren Leute bezahlten Urlaub bekommen haben. Sie hätten schon für ein oder zwei Wochen wegfahren können, jedoch wäre nicht sicher gewesen, ob sie nach ihrer Rückkehr ihren Arbeitsplatz noch gehabt hätten. Erst als dies geändert wurde, fing langsam der Tourismus an und die Orte entwickelten sich zu Badeorten.

Etwas südlich von Newcastle im Nordosten angefangen rundum bis nördlich von Liverpool im Nordwesten gibt es ca. 15 Städte die für ihren Strand, ihre Luft und Kultur berühmt sind.

Scarborough liegt in North Yorkshire südlich von Newcastle und ist heute ein bedeutender Ferienort. Die historische Altstadt liegt an der südlichen Bucht “South Bay” mit dem Hafen und dem Mittelpunkt für Touristen. Dann gibt es noch die nördliche Bucht. Das sogenannte “Headland” ist ein Hügel an der Küste auf der eine alte Burgruine steht, Scarborough Castle. 1867 wurde das Grand Hotel eröffnet, das von der Architektur her an den Ablauf eines Jahres angelehnt ist. Es hat 4 Türme, 12 Stockwerke, 52 Schornsteine und 365 Zimmer. Im Jahr 1626 wurde eine säurehaltige Mineralquelle entdeckt, daraufhin wurde sie zur Heilquelle Scarborough Spa erklärt und somit wurde Scarborough zum ersten Heilbad in Großbritannien. Ab 1660 kamen viele Menschen in dieses erste “Heilbad” und als die Eisenbahnanbindung 1845 erfolgt ist, wurde der Besucherstrom noch größer.

Fährt man weiter Richtung Süden kommt die Stadt Great Yarmouth, sie ist die östlichste Stadt in der Grafschaft Norfolk und ist seit 1760 ein beliebter Badeort mit gutem Sandstrand und einer langen Promenade. Ganz in der Nähe befindet sich der Nationalpark “The Broads” über den ich auch schon geschrieben habe. In der Umgebung befinden sich zwei Burgruinen aus der römischen Zeit.

Southend-on-Sea liegt in der Grafschaft Essex und das Seebad dort wurde zum ersten Mal 1768 erwähnt und 1793 wurde das königliche Hotel erbaut. Eine ganze Zeit später, 1889 wurde der Pier erbaut und mehrfach verlängert. Heute ragt er mehr als zwei Kilometer ins Meer hinaus und ist somit der längste Vergnügungspier der Welt. Hierher kommen vor allem Leute aus London, da es relativ nah liegt.

Die Mündung der ThemseNoch weiter im Südosten befinden sich die Städte Ramsgate, Margate, Hythe und Herne Bay die alle nah in der Grafschaft Kent beieinander liegen. Sie haben alle einen Sandstrand und das Klima hier ist wohl das wärmste und mildeste der Insel. Unterhalb des Ortskerns von Margate liegt der Sandstrand und auch der Margate Clock Tower. Hythe hat zudem eine Minieisenbahn zu bieten, die nicht nur Kinderherzen höher schlagen lässt. Herne Bay ist für seine Herzmuschel bekannt, und Ramsgate besitzt den einzigen königlichen Hafen Großbritanniens.

Die Reise geht nun weiter Richtung Westen nach Brighton, hier gibt es außer dem Sandstrand zwei Piers den BMPP, Brighton Marina and Palace  Pier und den West-Pier. Der Brighton Pier ist ausgebaut zu einer Vergnügungsstätte mit Jahrmarkt, Karussell, Achterbahn, Casinos, Restaurants. Der West-Pier musste einige Brände und einen heftigen Sturm einstecken und ist heute nicht mehr so prachtvoll wie einst. Ein Teil ist eingebrochen und im Meer versunken.

Noch weiter westlich kommt die Stadt Bournemouth, die eines der beliebtesten Seebäder  beherbergt. Im berühmten Royal Bath Hotel, direkt am Meer, haben schon viele bedeutende Menschen übernachtet.

Torquay wiederum ist im 19. Jahrhundert sehr berühmt geworden als Küstenerholungsort. Man schickte viele Menschen nach Torquay die an Atemwegserkrankungen litten, weil die Luft sehr mild ist und es auch sehr trocken und selten neblig ist. Das kommt daher, weil der Wind aus geologischen Gründen nie aus dem Westen und Norden kommen kann.

Nun geht es nördlich nach Weston-super-Mare in North-Somerset, dieser Ferienort ist besonders in der viktorianischen Zeit gewachsen, als es Mode wurde in den Ferien an die See zu fahren. Auch hier gab es einen sehr langen Vergnügungspier, der leider im Sommer 2008 komplett abgebrannt ist.

In Wales gibt es zwei bekannte Seebäder, eines in Llandudno und das andere in Prestatyn. Beide sind an der Nordseite von Wales und bestehen seit der viktorianischen Zeit. Beide Städte besitzen schöne Sandstrände und sind bei den Engländern besonders beliebt.

Aber wohl der berühmteste Ort ist Blackpool, bekannt für seine Strände, seine Achterbahn und vor allem für seine “Illuminations” – die bunten Lichter die seit 1879 die Stadt im Herbst über eine Strecke von 10km beleuchten.  Viele Künstler treten hier in den Sommermonaten auf, und sie ist die einzige Stadt im Königreich mit drei Piers!

The Lake District oder Cumbrian Mountains

Tuesday, June 29th, 2010

The Lake District liegt im Nordwesten Englands in der Grafschaft Cumbria. Es bezeichnet ein Gebiet bzw. einen Nationalpark, einen von 14 des Vereinigten Königreichs. The Lake District liegt fast ganz an der Küste ungefähr auf der Höhe der “Isle of Man”.

Dieser Nationalpark, auch Cumbrian Mountains genannt, ist eine Landschaft aus vielen Seen und Bergen. Im Lake District fällt der meiste Niederschlag in ganz England, wobei es hier auch noch lokale Unterschiede gibt. Aus diesem Grund ist die Landschaft meist sumpfig.  Das ganze Gebiet umfasst ca. 2172qkm  und die 11 höchsten Berge sind zwischen 885m und 978 m hoch. Außerdem gibt es ca. 16 kleinere Seen und ein etwas größerer der Bassenthwaite Lake. Der größte natürliche  See, mit seinen 17km Länge und 600-1500m  Breite, ist jedoch Windermere. Die größten Berge  sind aus vulkanischem Gestein, es gibt aber auch Berge und Hügel mit  Schiefer und aus Sandstein.

Lake Windermere - ©iStockphoto.com/masonami

Lake Windermere

Viele Tier- und Pflanzenarten haben hier ihre Heimat gefunden, die sonst auf der Insel nicht oder selten vorkommen. Zum Beispiel in bestimmten Seen gibt es drei bedrohte Fischarten. Den Luftraum bewohnt das einzige Steinadlerpaar der Insel. Und auf dem Boden und in den Bäumen tummeln sich europäische Eichhörnchen, die sich hierher zurückgezogen haben, denn die amerikanischen Grauhörnchen haben sie verdrängt. Auch Rotwild ist sehr verbreitet.

Pfarrer Thomas West schrieb 1778 einen Reiseführer über das Gebiet, was dann letztendlich die Ära des Tourismus eingeläutet hat. Es hieß “A Guide to the Lakes”. Dieses Buch hat die Gegend bekannt gemacht und es kamen mit der Entwicklung der Eisenbahn und des Automobils immer mehr Besucher. Heute gibt es viele Hotels und Ferienwohnungen wo man Urlaub machen kann. Man kann sehr viel unternehmen, von der einfachen Wanderung bis bis zu richtigen Wandertouren und einige verschiedene Sportarten.

Wastwater gesehen von Scafell Pike - ©iStockphoto.com/nailzchap

Wastwater gesehen von Scafell Pike

Der Dichter William Wordsworth hat ebenfalls einen entscheidenden Beitrag zum bekannt werden des Lake District mit seinen Gedichten geleistet. Am berühmtesten ist wohl ” I Wandered Lonley as a Cloud”. Auch die Kinderbuchautorin Reneé Potter stammt aus dem Lake District und ihre Bücher spielen in dieser Gegend, genauso wie viele Geschichten von Arthur Ransome (“Swallows and Amazons”).

Weitere Informationen zu den jeweiligen Bergen und Seen finden Sie bei Wikipedia.  Informationen für Besucher finden Sie auf der offiziellen Homepage des National Parks.

The Norfolk Broads

Thursday, June 17th, 2010

“Was sind ‘The Norfolk Broads’ ?” werden Sie sich jetzt vielleicht fragen. “The Broads” oder auch “Norfolk und Suffolk Broads” genannt bezeichnet ein Gebiet mit einigen Flüssen, Seen,  Sumpfgebieten und Wäldern in den Grafschaften Norfolk und Suffolk. Diese Flüsse sind oft miteinander verbunden, so dass man mit Booten und Segelyachten von einem Fluss in den anderen fahren und weit herum kommen kann.

Das Gesamte Gebiet umfasst 303 qkm und der größte Teil davon liegt in Norfolk, der Rest in Suffolk. Es stehen über 200 km Wasserwege zur Verfügung auf denen man mit einem Boot unterwegs sein kann. Auch an Land lohnt es sich einen Streifzug durch die Natur zu unternehmen.

Der Steg in Ranworth mit Blick auf Malthouse Broad

Der Steg in Ranworth mit Blick auf Malthouse Broad

Entstanden ist dieses Gebiet durch den Torfabbau im Mittelalter der für Heizzwecke genutzt wurde. Im 13. Jahrhundert stieg der Wasserspiegel  und so entstanden die heutigen Flüsse und Seen. Die meist befahrenen Flüsse sind River Bure, River Thurne, River Ant, River Yare und River Waveney. Manche Flüsse finden sich auch zu einem See zusammen. Ein Merkmal der Flüsse und Seen ist, dass sie nicht allzu tief sind. Meist weniger als 4m bzw. 13 Fuß. (more…)


 

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie auf der Seite weitersurfen, stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu. Mehr Informationen

Diese Webseite verwendet so genannte Cookies. Sie dienen dazu, unser Angebot nutzerfreundlicher, effektiver und sicherer zu machen. Cookies sind kleine Textdateien, die auf Ihrem Rechner abgelegt werden und die Ihr Browser speichert. Die meisten der von uns verwendeten Cookies sind so genannte "Session-Cookies". Sie werden nach Ende Ihres Besuchs automatisch gelöscht. Cookies richten auf Ihrem Rechner keinen Schaden an und enthalten keine Viren. Weitere Informationen finden Sie auf der Seite “Datenschutzerklärung”.

Schließen