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Queen Victoria

Queen Victoria - ©iStockphoto.com/ChrisHepburnQueen Victoria wurde als Tochter von Eduard August, Herzog von Kent und Strathearn und Victoria von Sachsen- Coburg- Saalfeld, kurz nach deren Hochzeit 1818, am 24. Mai 1819 geboren. Getauft wurde sie im Kensington Palast auf den Namen Alexandrina Victoria , wofür eigens aus dem Tower das königliche Taufbecken geholt wurde.

Ihr Vater verstarb recht bald nach ihrer Geburt, daraufhin bestieg sein Bruder Georg IV. den Thron. Eduard August hinterließ jedoch so viele Schulden, dass Victoria (sen.) das Erbe ausschlagen musste. Georg IV. hätte es gerne gesehen, wenn sie mit ihrer Tochter zurück nach Deutschland gegangen wäre. Mit Hilfe ihres Bruders Leopold konnte sie aber im Kensington Palast wohnen bleiben.

Georg IV. starb 1830 und auf den Thron folgte Wilhelm IV. als künftiger König.

John Conroy, der Nachlassverwalter von Eduard August,  sah nun seine Chance gekommen zu etwas Macht zu gelangen. Sein Plan Privatsekretär zu werden, wenn Prinzessin Victoria noch unmündig den Thron besteigen würde, unter der Regentschaft der Herzogin von Kent, ist am Ende nicht geglückt, da sich Prinzessin Victoria erfolgreich durchgesetzt hat. Und als erkannt wurde, dass Victoria zum Zeitpunkt des Thronwechsels volljährig sein würde, versuchte Conroy noch einmal sie zu beeinflussen und wollte, dass sie ein Dokument unterzeichnet, damit er direkt Victorias Privatsekretär werden würde. Unter Mithilfe von Christian Stockmar, der ihr von Wilhelm IV. als Berater zur Seite gestellt worden war, hielt sie seinem und auch dem Druck ihrer Mutter stand, und unterzeichnete nicht. Am 20. Juni 1837 starb  Wilhelm IV. und Victoria bestieg somit den Thron.

Drei Jahre später, am 10. Februar 1840 heiratete sie dann Prinz Albert von Sachsen-Coburg und Gotha. Unter seinem Einfluss wurde sie eine selbstsichere Königin. Anfangs wollte sie jedoch nicht, dass er sich mit um die Regierungsgeschäfte kümmert, als dann aber das erste Kind geboren wurde, ernannte sie ihn quasi als ihren Privatsekretär, wenn er auch nicht offiziell diesen Titel bekam. Er nahm auch Einfluss auf den königlichen Haushalt und die Finanzen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten sollte diese Ehe sehr glücklich werden und neun Kinder wurden geboren. Victoria und Albert mochten beide das Landleben lieber als das Stadtleben und zogen deshalb nach Windsor Castle. 1845 kaufte sich das Paar auf der Isle of Wight Osborne House und hatte dadurch mehr Privatsphäre.

1853 begann anfänglich mit einem Konflikt zwischen Russland und der Türkei der Krimkrieg, der drei Jahre dauern sollte. Großbritannien und Frankreich kamen der Türkei zu Hilfe, später auch Sardinien. In diesem Krieg gab es viele Opfer, wobei viele nicht direkt an den Kriegsverletzungen starben, sondern daran, weil die Wunden schlecht versorgt wurden und so Seuchen und Krankheiten umgingen. Wegen dieser Umstände kam es zu Reformen im Militär, denn Victoria hatte Mitleid für die Soldaten gezeigt und gab Anstöße zur Verbesserung des Lazarettwesens. Ebenso hat sie die Victoria-Kreuze ins Leben gerufen, die 1856  an tapfere Krim-Veteranen, ohne Beachtung des Ranges, bei einer Truppenparade im Hydepark, verliehen wurden.

Eine lange Zeit der Trauer begann, als Albert 1861 nach einer Krankheit verstarb. Bis zu ihrem eigenen Tod trug sie nur noch Witwentracht und auch sonst nahm ihre Trauer groteske Formen an. In Alberts Schlafzimmer musste nach ihren Anordnungen regelmäßig die Bettwäsche gewechselt werden und jeden Abend warmes Wasser ins Zimmer gebracht werden. Aber nach der fast 21 jährigen Ehe war sie nun auch so weit, alleine selbstsicher regieren zu können. Allerdings nutzte sie öfter die Drohung abzudanken, um ihren Willen durchzusetzen.

1887 feierte sie ihr Goldenes Kronjubiläum und 1897 das Diamantene Kronjubiläum. In diesen Jahren hatte sie eine solche Beliebtheit beim Volk erlangt, sodass im ganzen Land Festlichkeiten und Gottesdienste ihr zu Ehren stattfanden. Wegen ihres Kinderreichtums und deren Verstreutheit in Europa, bekam sie auch den Beinamen “Großmutter Europas”.

Königin Victoria starb am 22. Januar 1901 in den Armen ihres Enkels Wilhelm II. des deutschen Kaisers. Außer Victoria, die selbst im Sterben lag, waren auch alle Kinder am Sterbebett zugegen. Beigesetzt wurde sie, wie Albert auch, im Mausoleum von Frogmore bei Windsor. Sie hatte einige persönliche Gegenstände in den Sarg bekommen und sie wurde, wie sie es angewiesen hatte, im Hochzeitsschleier bestattet. Außergewöhnlich war zudem, dass sie wünschte, dass alle Trauergäste Weiß trugen.  Sie war es im übrigen auch, die die Farbe Weiß in der Hochzeitsmode populär machte.

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