AllThingsBritish.net  
 

Archive for April, 2009

Porridge

Monday, April 20th, 2009

Nein, dieses Mal geht es nicht um das schottische Frühstück sondern um eine englische Fernsehserie. Jedoch heißt die Serie so, weil früher das allgemeine Gefängnisfrühstück eben Porridge war.

Diese Serie spielt in einem englischen Gefängnis und es geht um das Leben in diesem Gefängnis, ganz besonders um ein paar Gefangene und Wärter. Wenn man die Serie sich anschaut könnte denken, dass es  eigentlich ganz human zugeht und die meisten Gefangenen haben eine sinnvolle Beschäftigung entweder in der Küche oder auf dem Bauernhof (innerhalb des Gefängnisgeländes), jedoch sieht man in einer Szene wie Fletcher einen anderen Gefangenen warnt noch spät auf die Toilette zu gehen. Weil sich um diese Zeit dort die etwas unangenehmeren “Gäste” treffen wegen Drogen, Schlägereien, usw. Gewalt wird aber immer in der Serie nur angedeutet, aber nicht gezeigt.

Einmal, genau gesagt im Film zur Serie, ging es darum, dass ein Gefangener namens Harry Grout, Fletcher “nahelegt” bei den Wärtern ein Fußballspiel bzw. Training vorzuschlagen. Dieser Vorschlag wanderte dann immer höher in der Hierarchie und wurde dann zum Schluss auch verwirklicht. Die Gefangenen wurden also trainiert und zwar von Fletcher. Und irgendwann wurde eine “Promifussballmannschaft” ins Gefängnis eingeladen. So kam es, dass Fletcher und Godber unfreiwillig im Bus der Fussballer flüchten. Der eigentlich Flüchtende war Oakes und der Busfahrer steckte wohl mit drin, denn er ließ es zu, dass Oakes mit dem Bus flüchtet. Fletcher und Godber wollten aber gar nicht flüchten und stiegen nach einer Weile aus dem Bus aus. Nun ging es darum wie die beiden unbemerkt ins Gefängnis zurückkommen.

Wenn man mit dem Dialekt und der Geschwindigkeit mit der gesprochen wird zurechtkommt, ist das ganze sehr lustig und es sind gute Witze dabei. Aber wenn nicht, muss man sehr aufpassen und man kommt leicht nicht mehr mit, denn sehr viel Humor steckt in den Sprüchen von Fletcher.  Und er spricht nicht gerade “Queen’s Englisch”, auch wenn er gerade bei ihr zu Gast ist.

Bookmark and Share


Ostereier englischer Art

Friday, April 10th, 2009

In der englischen Tradition kennt man keine Osterhasen, mittlerweile jedoch habe ich die goldenen          Lind-Hasen in einem großen Supermarkt entdeckt. Auch der Osterschmuck ist nicht sehr verbreitet. Jedoch schreibt man sich, wie an Weihnachten, auch hier eine Karte.

Von den großen Schokoladenherstellern werden große Schokoeier hergestellt und mit verschiedenen Schokoriegeln verpackt. Es gibt sie von so ziemlich allen Sorten, wie zum Beispiel von Cadbury’s Caramel, Buttons oder Cream Eggs. Von Nestle gibt es AfterEight, KitKat, Smarties und viele andere. Die Cream Eggs gibt es auch noch als etwas massivere Schokoeier mit dieser Fondant-Füllung oder als  Karamelleier.

Ostereier in England

Englische Schokoladeneier

Das traditionelle Ostergebäck sind die “Hot cross buns”. Diese werden aus einem süßen Hefeteig hergestellt mit Rosinen darin. Sie sind entweder gewürzt oder ungewürzt. Die gewürzten haben von Rezept zu Rezept unterschiedliche Gewürze im Teig. Das kann Zimt, Koriander, Safran, Muskat oder eine Mischung aus verschiedenen sein. Da sie “Hot cross buns” heißen, haben sie ein Kreuz oben drauf. Die kleineren Bäckereien machen die Kreuze wie früher, in dem sie die noch ungebackenen Buns mit Ei bestreichen und dann mit zwei Alufolienstreifen bedecken. Die Buns werden unter der Folie weniger braun und so kommt das Kreuz zustande. Das Kreuz symbolisiert die Kreuzigung von Jesus.

Ostern ist für die Engländer auch ein Familienfest und am Ostermontag wird der Familienvater auch mal handwerklich tätig.

Das Ostereiersuchen wie es in Deutschland üblich ist, gibt es in England so nicht. Am Ostersonntag gibt es einen Gottesdienst und danach dürfen die Kinder im Kirchengelände nach kleinen Schokoeiern suchen.

Bookmark and Share