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Archive for August, 2009

London Underground

Thursday, August 27th, 2009

London Underground ist das älteste und längste U-Bahnnetz der Welt. Es führt mit seinen 408 Kilometern durch die gesamte Londoner Innenstadt und zu den Bahnhöfen und  Endbahnhöfen der Fernbahngesellschaften. Das U-Bahnnetz sollte ursprünglich eine Entlastung für die mit Kutschen verstopften Straßen sein. In der Innenstadt sind die Gleise zur Sicherheit im Untergrund gebaut, außerhalb mehrheitlich an der Oberfläche. Auf dem Weg der 408 Km sind 274 Stationen verteilt und durchschnittlich 2,67 Millionen Menschen fahren täglich mit diesen Zügen. Umgangssprachlich wird die U-Bahn liebevoll “tube” genannt.

Ich war 2003 das erste Mal in London, in diesem Jahr wurde London Underground ein Teil von “TfL” der Transport of London. Man kann sicherlich unterschiedliche Erfahrungen haben, mit der englischen U-Bahn. Wenn einem eine riesige Menschenmasse nichts ausmacht und man sich mit dem System gut zurechtfindet, der kann relativ entspannt durch die Gegend fahren. Wer aber zum ersten Mal in London mit der U-Bahn fährt sollte sich Zeit nehmen und sich in Ruhe vorbereiten. Von wo aus man wohin fahren möchte und welches Ticket das Beste ist. Es wird zwar kaum gedrängt und geschubst, aber sehr viele Menschen sind es trotzdem. Vor allem zur sogenannten “Rush Hour “. Das Netz ist in sechs Zonen eingeteilt, aber wenn man nur in der Mitte von London unterwegs sein möchte, sind die Zonen eins und zwei völlig ausreichend. Ticketpreise finden Sie hier.

Ein anderes Thema ist das barrierefreie Fahren. Das ist schon etwas skurril, denn ursprünglich gab es sehr viel mehr Aufzüge nach unten zu den Gleisen. War der Bau eines Aufzugs nicht möglich wurde eine Wendeltreppe gebaut. Später wurden Rolltreppen eingebaut und die Aufzüge dafür zugeschüttet. So wurden die meisten U-Bahn Stationen für Rollstuhlfahrer nicht mehr zugänglich. Das ist außer einer Ausnahme auch heute noch so.

Diese Ausnahme ist Strecke zwischen Westminster und Stratford. Auf dieser Strecke sind alle Stationen rollstuhlgerecht. Das komische ist, dass an vielen anderen Strecken die Fahrscheinentwerter rollstuhlgerecht sind, aber dann plötzlich Treppen oder Rolltreppen kommen und die Rollstuhlfahrer doch nicht weiter können. Aktuelle Informationen zum barrierefreien U-Bahnfahren finden Sie hier.

Es gab zu Bauzeiten viel Konkurrenz um die U-Bahnen und deshalb gab es viele Stationen die oft dicht zusammen lagen. Als die Rolltreppe erfunden wurde, wurden viele Stationen aufgerüstet und wegen des Platzbedarfs auch Stationen geschlossen oder zusammengelegt. Die geschlossenen Stationen hatten noch ihren Nutzen im zweiten Weltkrieg als Bunker und können zur Evakuierung verwendet werden. Wer noch mehr über die geschlossenen Stationen erfahren und Bilder sehen möchte kann das auf der Webseite “Underground History” tun. Übrigens geschlossene Haltestellen – auch Welche die man besuchen kann – gibt es auch in anderen Städten, zum Beispiel in Madrid.

Als Abschluss noch ein paar Worte zu “Mind the Gap”. Das heißt so viel wie “Achtung! Denken Sie an den Spalt”. Das hat folgenden Hintergrund. Der Spalt zwischen Bahnsteig und U-Bahn ist oftmals sehr groß und deshalb wird davor gewarnt, insbesondere wenn der Bahnhof sich in einer Kurve befindet. Die Warnung erfolgt einmal durch eine Durchsage und zum anderen steht es am Rand des Bahnsteigs in großen Buchstaben geschrieben. Man kann es nicht überhören oder überlesen. Es gehört zum U-Bahnfahren dazu wie die Doppeldeckerbusse auf die Straße, und hat auch einen gewissen Kultstatus erlangt, wie man an den vielen T-Shirts mit diesem Spruch erkennen kann.

Also, viel Spass und “Mind the Gap”!

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Englands Saucen

Wednesday, August 19th, 2009

…und zu welchen Gerichten man sie “genießt”. Es gibt einige verschiedene Saucen die zu verschiedenen Gerichten gegessen oder verarbeitet werden.

Die bekannteste wird wohl “Brown Sauce” sein, auch HP-Sauce genannt. Sie wird zu vielem gegessen, unter anderem zu Kartoffeln, Pommes, Eiern, Speck und sie gehört auch zum englischen Frühstück. Eine andere Variante der HP Sauce wäre die HP Fruity Sauce, die zu 91% aus purierten Obst besteht.

Dann gibt es noch Horseradish, irrtümlich wurde diese Sauce mir als Radieschensauce beschrieben und ich dachte, ja, die probier ich mal. Ich hatte selten so viel auf einmal getrunken danach. Denn es ist Meerrettich und den mag ich gar nicht. Daher passt Horseradish gut zu Rindfleisch (Roast Beef). Zu den anderen Fleischsorten wird es eher weniger genommen.

Nun komme ich zu Mint Sauce. Sie wird aus Minzblättern, Essig und etwas Zucker hergestellt. Sie wird zu Lammgerichten und in einigen Gegenden auch zu mushy Peas gegessen. Aber auch manchmal zu Roast Beef.

Nach Rind und Lamb fehlt in der Fleischliste natürlich Schwein – hierzu wird Apple Sauce gegessen, quasi Apfelmus.

Tartar Sauce wiederum ist vergleichbar mit Remoulade und wird zu Fischgerichten, Meeresfrüchten und tlw. zu Hähnchen gegessen. Hergestellt wird sie aus Majonaise, eingelegten Gurken, Kapern, Zwiebeln und frischer Petersilie. Manchmal können auch gekochte Eier, Oliven, horseradish oder selten auch mal Vinegar.

Branston Pickle ist eine Art eingelegte Gemüsesauce. Eine bräunlich, klebrige Sauce mit mehr oder weniger großen Gemüsestückchen darin.  Branston Pickle wird vor allem zu Ploughman’s Lunch serviert welcher aus einer dicken Scheibe Cheddar Käse, einer dicken Scheibe Brot und Butter, pickled onions besteht. Als Beilage dazu gibt es Tomaten, Salat und Schinken. Auch in Käsesandwiches findet man häufig Branston Pickle.

Ein Beilagensalat ist in England, naja nicht unbedingt mit einem Beilagensalat in Deutschland zu vergleichen. Mit dem Dressing ist es da auch nicht wirklich besser. Das Salatdressing nennt sich Salad cream. Sie wird auf einer Majonaisebasis hergestellt und macht den Salat dabei nicht unbedingt gesünder.

Die Worcestershire Sauce erfreut sich auch großer Beliebtheit. Unter anderem ist darin Essig, Melasse, Zucker, Salz, Sardellen, Zwiebeln und Knoblauch enthalten. Das besondere an dieser Sauce ist, dass sie eine Zeit lang reifen muss. In dieser Reifezeit entwickelt sie ihren typischen aromatischen Geschmack, erhält ihre tiefbraune Farbe und wird dünnflüssig. Verwendet wird sie zu Fleischgerichten und vielen anderen Gelegenheiten. Auch als Geschmacksrichtung bei den “Crisps” und bei der Bloody Mary findet man die Worcestershire Sauce.

Wenn man schon das Essen an sich nicht würzt, braucht man deshalb ein paar würzige Saucen die man individuell einsetzen kann.

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Was es außer Fish’n'Chips noch gibt

Monday, August 3rd, 2009

Im Fish’n'Chip Shop werden auch noch andere Dinge angeboten, als der klassische Fisch, meist Kabeljau (Cod), mit Pommes in der Papiertüte.

Zu den Pommes kann man auch eine Wurst, battered sausage essen, die mit dem gleichen Teig umhüllt ist wie der Fisch. Es gibt aber auch noch eine andere Art Wurst die sich Saveloy nennt. Das Besondere an ihr ist, dass sie in einer roten Hülle ist, die von Manchen vor dem essen entfernt wird.

Als Alternative zum Fisch gibt es den Fishcake, das ist eine quasi eine Frikadelle aus Fisch mit einer Panade außen herum.

Dazu kann man dann eine Portion “mushy peas” bestellen, das sind Erbsen die püriert sind. Oder wie wäre es mit einer Portion Onion Rings, Zwiebelringe mit Knoblauchdip. Die Zwiebelringe sind ebenfalls mit Teig umhüllt und frittiert.

Zum Abschluss noch etwas Obst gefällig? Ananas oder Apfel in Form eines “Fritter“, natürlich auch mit Teig umhüllt und frittiert. Und für ganz hart gesottene haben die Schotten noch etwas Besonderes im Angebot: ein deep-fried Mars Bar. Ja, ein Marsriegel mit Teig umhüllt und jawohl frittiert.

Guten Appetit, wenn Sie das nächste Mal in einem Fish’n'Chip Shop essen gehen!

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