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Archive for January, 2010

Cockney – die Londoner Geheimsprache

Monday, January 25th, 2010

Sie ist nicht so bekannt und trotzdem in fast aller Munde – Cockney, eine besondere Art von Dialekt in London. Die Menschen, die im Umkreis der Kirche Saint-Mary-le-Bow in dem man die Kirchenglocken hören kann, geboren sind, werden als Cockneys bezeichnet. In diesem Gebiet, im Osten Londons, wohnten im 19. Jahrhundert die ärmeren Menschen. Diese Geheimsprache wurde von den ihnen erfunden, um nicht von Außenstehenden verstanden zu werden. Heute hat sie sich durch Musik und Fernsehen, zum Beispiel in der Sendung “Only Fools and Horses”, weiter verbreitet, denn Schauspieler und Musiker nutzen diese Phrasen.

Was ist das besondere daran? Es ist wie eine Verschlüsselung durch Reime. Man sucht sich einen Reim auf das Wort, bzw. Redewendung, was man sagen möchte, aber nicht jeder verstehen soll. Normal würde man sagen: “Use your head!” Ausführlich in der Cockneysprache würde man sagen: “Use your loaf of bread!”. Bread reimt sich auf head. Das wäre aber viel zu lang und es würde vielleicht doch jemand verstehen, deswegen sagt man: “Use yer loaf!”. Was heißen soll: “Schalte dein Gehirn ein!”

Dies wurde so ausgebaut, dass es zur Londoner Geheimsprache wurde.

Weitere Beispiele sind:

  • “Pears” sind “stairs” (aus: Apples and Pears)
  • “Uncle Ned” ist “bed”
  • “Pies” sind “eyes” (aus: Mince Pies)

Sogar neue Wörter haben inzwischen Cockney-Übersetzungen, z.B. spricht man von “Holy”, denn “Holy Grail” (dt: Heilige Gral) reimt sich mit “E-Mail”.

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Harvester

Monday, January 18th, 2010

Letztes Jahr feierte ich meinen Geburtstag in England und aus diesem Anlass gingen wir bei “Harvester” essen. Es gehört zu einer Kette von mehreren Harvester-Restaurants.

Als wir dort angekommen waren und nach einem Tisch für acht Personen fragten, Reservierungen werden nicht vorgenommen, bekamen wir gesagt, dass wir uns noch etwas gedulden müssten, da alle Tische besetzt wären. Es gibt für diesen Fall extra einen Bereich nahe der Bar wo man sich gemütlich hinsetzen und etwas trinken kann . Allerdings ist es doch gut organisiert, denn man schrieb unseren Namen auf und die Uhrzeit wann wir gekommen waren auf eine Warteliste. Nach ca. einer halben Stunde bekamen wir einen Tisch für acht Personen zugewiesen.

Die Speisekarte ist gut gefüllt und es ist für jeden Geschmack etwas dabei. Zu jedem Gericht gehört ein Salatteller den man sich selbst am reichhaltigen Salatbuffet zusammenstellen kann. Neben vielen verschiedenen Salaten und  Dressings gibt es auch kleine Brötchen, Butter und Margarine. Ein besonderes Dressing ist das Blauschimmelkäsedressing. Man kann sich übrigens bedienen so oft man möchte.  Das Essen kam schnell und war sehr gut. Ich hatte mich für einen Grillteller mit verschiedenen Fleischsorten,  Pommes und Gemüse entschieden und wurde nicht enttäuscht, das Rindersteak war Medium und das andere Fleisch war auch sehr lecker. Für Kinder gibt es eine eigene Speisekarte und Malbeschäftigung. Wir hatten auch noch einen Nachtisch der auch sehr gut war. Auf der Karte gab es Latte Macchiato mit Baileys und da ich keinen Kaffee mag, fragten wir ob ich den Baileys auch in einer heißen Schokolade haben könnte. Ja klar hieß es und so bekam ich auch noch meinen Lieblingsnachtisch.

Unser Fazit ist: Empfehlenswert! Denn die Preise sind auch nicht überhöht und der Service sehr nett.

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Winterreifen – kann man das essen?

Tuesday, January 12th, 2010

…fragen sich die Leute in England, sollten sich die Engländer besorgen  – sage ich!

Es ist unglaublich, ich habe eine Stunde im Internet herum gesucht nach Informationen über Winterreifen in England. Aber es gibt sie wahrscheinlich wirklich nicht. Dafür haufenweise Blogeinträge von AuPairmädchen die hautnah im Schneechaos dabei sind oder gewesen sind. Und wunderschöne Bilder vom eingeschneiten Kent.

Mal im Ernst, spätestens jetzt sollten manche Menschen, die politisch etwas zu sagen haben, sich verstärkt Gedanken über Streusalz, Winterdienst und Winterreifen machen. Dann würde nicht jedes Mal so ein Ausnahmezustand herrschen. Wer weiß wie die nächsten Winter aussehen werden. Denn sogar Polizei und Rettungsdienst fahren mit Sommerreifen.

Auf der Wetterseite der BBC gibt es eine Wetterwarnung, dass das Risiko eines Schneefalls bei 80% morgen liegt. Und dass  ein “significant” Schneefall von 5-10 cm weit verbreitet sei, örtlich 20 cm und in Höhenlagen 30 cm. Einerseits würden die Bayern sich über 10 cm kaputt lachen, andererseits Kleinvieh macht auch Mist.

Wenn man aber doch lange genug sucht, findet man auch Autohändler in England die doch Winterreifen verkaufen! Teilweise sogar laut Homepage mit kostenloser Montage. Der Witz dabei ist, dass das nicht unbedingt fürs Inland gedacht ist, sondern für Reisen in schneereicheres Ausland.

In diesem Sinne, allzeit gutes Rutschen, oh gute Fahrt!

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