AllThingsBritish.net  
 

Archive for the ‘Kultur’ Category

Muttertag und Vatertag in England (2010)

Wednesday, March 10th, 2010

Ich habe schon über die  unterschiedlichen Traditionen zum Muttertag und Vatertag in England und Deutschland geschrieben.

Der diesjährige Muttertag ist am kommenden Sonntag den 14. März.

Der Vatertag wird in England auch gefeiert und zwar am 20. Juni.

In Deutschland liegen beide Tage dieses Jahr zwischen den englischen Terminen nämlich 9. Mai der Muttertag und am 13. Mai der Vatertag oder auch Herrentag genannt.

Was finden Sie besser?  Muttertag und Vatertag in der gleichen Woche, oder 3 Monate auseinander?

Bookmark and Share


Fasching in England

Thursday, February 11th, 2010

Gibt’s das? Erstaunlicherweise ja, aber nicht so wie man sich das hierzulande vorstellt, sondern eher im Stil von “Karneval in Rio”. Sehr bunt und laut ziehen durch Londons Notting Hill lange Umzüge und zwar drei Tage lang. Musik gibt es auch, jedoch aus der Konserve in Richtung Pop. Einige wenige Trommlergruppen sind auch dabei.  Und noch einen großen Unterschied gibt es, das ganze Spektakel – es ist wirklich eins -  findet im Sommer statt.

Die Kostüme sind schrill bunt und überdimensional groß. Sie können am Rücken befestigt werden oder es ist wie eine Art Kleid in das man hineinschlüpft. Die Sambatänzerinnen laufen leicht bekleidet in ihren Gruppen und zeigen was sie so haben ;-)

In ländlichen Teilen Englands, zum Beispiel im südöstlichen Deal, geht es etwas weniger schrill, aber doch auch recht bunt zu. Die örtlichen Vereine laufen in diesem Umzug und sind teilweise verkleidet. Jeder Ort hat auch eine Faschingskönigin und -prinzessinnen die sich gegenseitig mit ihren prunkvollen Wagen auf den Umzügen besuchen. Die Wagen sind thematisch gestaltete Anhänger oder komplett umgebaute LKWs.

Fällt dann eigentlich die Faschingszeit im Februar ganz unter den Tisch? Nein, es wird etwas anderes veranstaltet. Am Faschingsdienstag oder wie er in England genannt wird, der Shrove Tuesday findet etwas lustiges statt. Der Shrove Tuesday ist wie bei uns der letzte Tag vor der Fastenzeit und deshalb gibt es eine Tradition, dass an diesem Tag noch einmal richtig ungesund gegessen werden darf. Ganz traditionell gibt es dann nämlich Pfannkuchen. Aus diesem Grund wird dieser Tag auch Pancake Day genannt. Was aber wird jetzt lustiges veranstaltet?  Es findet das jährliche Pfannkuchenrennen statt! Viele verrückte Leute ziehen sich komische Klamotten an, backen zu Hause einen Pfannkuchen und danach rennen sie mit dem Pfannkuchen in der Pfanne durch die Gegend. Damit es auf keinen Fall langweilig wird, muss der Pfannkuchen, beim rennen, durch hochwerfen umgedreht werden.

Eine Karnevalssaison wie man es in Deutschland kennt gab es viel früher in England auch.  Sie hieß damals “Shrovetide”, fiel aber im 16. Jahrhundert der Reformation zum Opfer.  Der Begriff wird heute immer noch gelegentlich verwendet.

Bookmark and Share


Cockney – die Londoner Geheimsprache

Monday, January 25th, 2010

Sie ist nicht so bekannt und trotzdem in fast aller Munde – Cockney, eine besondere Art von Dialekt in London. Die Menschen, die im Umkreis der Kirche Saint-Mary-le-Bow in dem man die Kirchenglocken hören kann, geboren sind, werden als Cockneys bezeichnet. In diesem Gebiet, im Osten Londons, wohnten im 19. Jahrhundert die ärmeren Menschen. Diese Geheimsprache wurde von den ihnen erfunden, um nicht von Außenstehenden verstanden zu werden. Heute hat sie sich durch Musik und Fernsehen, zum Beispiel in der Sendung “Only Fools and Horses”, weiter verbreitet, denn Schauspieler und Musiker nutzen diese Phrasen.

Was ist das besondere daran? Es ist wie eine Verschlüsselung durch Reime. Man sucht sich einen Reim auf das Wort, bzw. Redewendung, was man sagen möchte, aber nicht jeder verstehen soll. Normal würde man sagen: “Use your head!” Ausführlich in der Cockneysprache würde man sagen: “Use your loaf of bread!”. Bread reimt sich auf head. Das wäre aber viel zu lang und es würde vielleicht doch jemand verstehen, deswegen sagt man: “Use yer loaf!”. Was heißen soll: “Schalte dein Gehirn ein!”

Dies wurde so ausgebaut, dass es zur Londoner Geheimsprache wurde.

Weitere Beispiele sind:

  • “Pears” sind “stairs” (aus: Apples and Pears)
  • “Uncle Ned” ist “bed”
  • “Pies” sind “eyes” (aus: Mince Pies)

Sogar neue Wörter haben inzwischen Cockney-Übersetzungen, z.B. spricht man von “Holy”, denn “Holy Grail” (dt: Heilige Gral) reimt sich mit “E-Mail”.

Bookmark and Share