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Weihnachtskarten für alle

Eine Weihnachtskarte zu schreiben ist in England wie in Deutschland eine jährliche Tradition. Wem und in welchem Umfang sie geschrieben werden, ist jedoch sehr unterschiedlich.

Seit wann gibt es denn Weihnachtskarten überhaupt? Die Tradition sich “frohe Weihnachten und ein gutes Neues Jahr” zu wünschen gibt es schon einige Zeit länger. Der Engländer Henry Cole war 1843 ein junger Beamter und vor allem sehr beschäftigt. Da kam ihm der Gedanke, um die ausführlichen Briefe nicht schreiben zu müssen, aber trotzdem die Segenswünsche auszusprechen, jemanden zu beauftragen eine Weihnachtskarte zu gestalten.

Dieser Jemand war John Calcott Horsley, er hat eine Karte gestalten auf der ein Familienfest in Blumenumrahmung zusehen ist. Das ganze dreigeteilt in Altarform. Darauf war “Merry Christmas and a Happy New Year to You!” zu lesen. Die Karte wurde gedruckt und von Hand eingefärbt. Verkauft wurde sie für 1 Shilling, was damals sehr teuer war. Später wurde die Auflage erhöht, so konnten die meisten Menschen es sich leisten sie zu kaufen. Verschickt wurde die Karte mit der damals ersten und noch einzigen Briefmarke der Welt, der “Penny Black”, die einen Penny wert war.

Heute werden in England haufenweise Weihnachtskarten verschickt und zwar an alle möglichen Menschen. An sämtliche Arbeitskollegen, Freunde und Verwandte. Dabei spielt es keine Rolle, ob man sich regelmäßig sieht oder nicht.Zum Teil ist es auch üblich die Weihnachtskarte persönlich zu überreichen. In Deutschland schreibt man eher eine Karte wenn man sich seltener sieht. Weihnachtskarten gibt es in unglaublicher Vielfalt und sind günstiger als in Deutschland. Wir kaufen regelmäßig Karten in England, weil es Angebote in 10er Packungen oder mehr gibt, wo ein Motiv oder mehrere in unterschiedlichen Variationen enthalten sind. Sie sind entweder beschriftet mit dem üblichen Schriftzug oder sie haben einen kleinen Vers. Andere haben keinen Text. Im Gegensatz dazu haben deutsche Karten in der Regel keinen Text innen.

Und was man immer aufpassen muss, ist, dass man keine quadratischen Karten kauft, denn in Deutschland gibt es dafür einen Aufpreis beim verschicken. Genau so gibt es andere Kartenformate die nicht  zu den deutschen Formaten passen und deswegen das Porto erhöhen, zum Beispiel müsste man manche Karten als Maxibrief verschicken. Wenn man die Karte persönlich überreicht oder mit dem Geschenk als Paket verschickt, ist die Kartengröße nicht so wichtig.

In England gibt es auch Geschäfte extra für Karten. Geburtstagskarten, Hochzeitskarten nicht nur zu den üblichen Runden Jahren (50), Jubiläen und allen verschiedenen Anlässen. Das alles dann für alle Verwandtschaftsmöglichkeiten wie Mama, Papa, Geschwister, Schwiegertochter/Sohn und so weiter.

Jetzt wünsche ich allen fröhliches verschicken der Weihnachtskarten!

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