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Posts Tagged ‘Leuchtturm’

Die Goodwin Sands

Wednesday, November 18th, 2009

Dieses Mal schreibe ich über ein Gebiet im Ärmelkanal das zwar in England sehr berühmt ist, aber außerhalb Englands weniger bekannt ist – die Goodwin Sands. Das ist eine Kette von mehreren Sandbänken die dicht an der Wasseroberfläche liegen. Geographisch liegen sie etwas über 5km entfernt von Deal in der Straße von Dover. Die Goodwins sind ca. 19km lang und die breiteste  Stelle beträgt ca. 8km. Bei Hochwasser sind sie komplett mit Wasser bedeckt, bei Ebbe jedoch können sie bis zu 4 Meter aus dem Wasser ragen. Sie sind durch die sogenannten Tidenströmungen “angehäuft” worden und ebenso durch diese verändern sie  ständig ihre Form.

Es gibt eine Menge über die Goodwins zu erzählen: tragisches, mythisches und sogar sportliches das sich im Laufe der Jahrhunderte ereignet hat.

Das tragische sind wohl die vielen Schiffe die hier ihren letzten “Hafen” unter Wasser gefunden haben und die vielen Menschen die ihr Leben auf ihren Schiffen lassen mussten. Schuld sind viele Stürme die so heftig waren, dass der Anker nicht stark genug war und die Strömungen das Schiff an den Sandbänken zerschellen ließ. Selbst moderne Schiffe aus Stahl hatten keine Chance. Im ganzen liegen mehr als 2000 Wracks um die Goodwins herum oder teilweise hat sie der Sand “verschluckt”.

Das bringt mich zum mythischen Teil der Goodwins. Eines der berühmtesten der gesunkenen Schiffe war die “Lady Lovibond”. Der Grund warum sie sank hatte ausnahmsweise keine natürlichen Ursachen. Die Lady Lovibond war zu einer Hochzeitsreise aufgebrochen. Der Kapitän sollte heiraten, doch der Steuermann hätte die Braut ebenso gerne gehabt. Er beschloss, dass – wenn er sie nicht haben kann – dann soll sie auch kein anderer bekommen. Und so steuerte er unbemerkt die Lady auf die Goodwins in den Tod. Das mythische daran ist, dass das Schiff seither alle 50 Jahre aus dem Meer auftaucht und wenn man zufällig daran vorbei kommt, kann man vielleicht eine fröhliche Gesellschaft feiern hören. Es ist eine Legende, aber es werden sich sicherlich einige Leute 2048 auf den Weg machen und sich fragen, ob sie dieses unheimliche Schiff sehen würden.

Nun komme ich wieder auf den Boden der Tatsachen zurück, zur sportlichen Geschichte der Goodwins. Nämlich dem Cricketsport. Mit den Luftkissenbooten (Hovercraft) ist man zu den Goodwins hinausgefahren und hat dort Cricketspiele ausgetragen. Man konnte jedoch auch einfach so hinaus fahren und dort ein Picknick veranstalten, denn die Goodwins haben nicht nur eine stürmische Seite, sondern bieten auch eine ruhige Ankerplatz genannt die “Downs”.

Zum Schutz der Schiffe, unter anderem vor den Goodwin Sands, wurde der Leuchtturm – South Foreland Lighthouse –  gebaut und später wurden zusätzlich 10 Bojen ausgesetzt wovon 7 Blitzlichter haben.

Früher konnte man vom Hovercraft aus den Goodwins während der Fahrt von Pegwell Bay nach Calais vom Fenster aus sehen – der Hovercraft ist direkt darüber fahren.  Leider fahren diese Fahrzeuge nicht mehr, so dass ich persönlich die Goodwins noch nicht mit eigenen Augen sehen konnte.

South Foreland Lighthouse

Monday, October 27th, 2008

Dieser Leuchtturm liegt am östlichsten Punkt von England und hat eine spannende Geschichte.

Wie kommt man dort hin?   Mit dem Bus, Zug, Auto oder dem Fahrrad, alles ist möglich. Nur das letzte Stück muss man zu Fuß gehen. Wieviel man laufen möchte kann man entscheiden. Man kann einen schönen Ausflug machen wenn man zum St. Margaret’s Bay fährt und am Tearoom parkt. Wenn man Glück hat, hat der Tearoom sogar offen und man kann schön einen Tee trinken und ein CreamTea essen.  Von dort aus geht ein schöner Wanderweg an der Küste entlang direkt zum Leuchtturm. Man schaut die Klippen hinunter und lässt sich den Wind um die Nase wehen.

South Foreland Lighthouse

South Foreland Lighthouse

Ich habe mir ehrlich gesagt, den Leuchtturm doch etwas höher vorgestellt, aber als ich dann oben war konnte ich doch weiter sehen als ich dachte.

Erstmal noch etwas zur Geschichte: Der Leuchtturm wurde 1843 vom Land gebaut. Dieser Leuchtturm hatte als Erster ein elektrisches Licht, das von Michael Faraday erfunden und im Leuchtturm eingebaut wurde. Interessant ist auch, dass Ian Fleming (Autor der James Bond-Bücher) in einem Haus in der Nähe vom Leuchtturm manche seiner Werke geschrieben hat. Ein Bus der von Sandwich nach London fährt und an St. Margaret’s Bay vorbeikommt, hat die Nummer 007. Technische Details zum Leuchtturm kann man in einer  der angebotenen Führungen erfahren. Und wenn man dann ganz oben steht kann man bei klarer Sicht in einer Richtung bis nach Frankreich sehen und in der anderen bis zum Leuchtturm von Dungerness.

Der Leuchtturm wurde 1988 ausser Betrieb genommen und wird heute als Museum geführt.

Übrigens: der “South Foreland Lighthouse” wird sogar im Seemannslied “Spanish Ladys” genannt, ein traditionelles englisches Musikstück, das man bei der  Last Night of the Proms hören kann.


 

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